Du willst gewinnen–lauf langsamer. Mitarbeiter entlasten

„Ich habe keine Zeit.“
„Ich würde gern, schaffe es aber nicht.“
„Ich weiß, es ist wichtig, aber wann soll ich das denn auch noch machen?“

 

Guten Tag,

kennen Sie solche Aussagen von sich selbst? Und es stimmt ja. Alles soll immer schneller, weiter, höher, perfekter werden. Pausenlose Beschäftigung, stete Erreichbarkeit, ständige Bewegung müssen sein. So zumindest ist das allgemeine Empfinden. Aber müssen Menschen so unter Druck gesetzt werden, damit sie schneller arbeiten, schneller funktionieren, schneller laufen? Die klare Antwort: Nein!

 

Mein Lebensgefährte und ich laufen gern. Ich langsamer als er. Als wir uns erst kurz kannten, hat er seine Wettkampfvorbereitung zugunsten langsamer Läufe mit mir zurückgestellt. Und das Ergebnis: Er war im Wettkampf schneller. Denn die Wissenschaft weiß: Leistungsspitzen sind wichtig für bessere, langfristige und gute Leistungen – mindestens genauso aber auch Pausen und der bewusste Einsatz von Kraft und Engagement.

 

Im Alltag wird das Empfinden zum Thema Tempo von zwei widersprüchlichen Philosophien beherrscht: Die der Geschwindigkeit und die der Geduld. Die wirklich erfolgreichen Unternehmen wie windeln.de und Zalando praktizieren BEIDE.

 

Geschwindigkeit nur dann, wenn sie sein muss. Zum Beispiel, wenn die Nische im Markt besetzt werden soll, wenn neue Produkte an den Start gehen sollen.

 

Ruhige Phasen dagegen sind zwingend nötig für Ordnung, Strukturen und den Anlauf zu neuen Zielen.

 

Mein Tipp für bessere Leistungen: Stellen Sie immer wieder auf den Prüfstand, wie der Umgang Ihres Unternehmens mit Zeit ist. Tempo ist oft verbunden mit Störungen wertvoller Arbeitszeit. Kümmern Sie sich darum und erlauben Sie sich und Anderen den Fokus auf Präsenz und störungsfreie Arbeitszeiten, ein weniger an Mails und Meetings, weniger Perfektionismus (als Stressauslöser und Verhinderer guter Ideen) und um die Förderung von Monotasking statt Multitasking. Nicht zuletzt, um mehr Freiräume für die Mitarbeiter zu schaffen. Denn die beliebte 100%-Auslastung ist ein Trugschluss und führt zu verstopften Pipelines im Arbeitsdurchfluss, was ich Ihnen in Kapitel 9 des Buchs „bunt gewinnt“ aufzeige.

 

Denn wenn diese Themen nicht beachtet werden, Störungen der Alltag sind, ist Langsamkeit bei gleichzeitiger hoher Aktivität die Folge. Sie können das mit einem hochtourig laufenden Motor vergleichen, bei dem gleichzeitig die Kupplung getreten wird. Nichts passiert, viel Radau, wenig Antrieb. 

 

Viel Erfolg bei der Beleuchtung dieser Themen wünscht Ihnen 
Beate Hackmann 

 

P.S.:
Wann haben Sie zuletzt entdeckt, dass Ihnen gute Ideen genau dann kamen, wenn Sie NICHT über dem Thema, dem Problem gebrütet haben? Glückwunsch: Da sind Sie in bester Gesellschaft mit Einstein und andere Größen. Noch ein Anreiz dafür, mehr auf Pausen zu achten. 

 

P.P.S:
Machen Sie doch jetzt mal eine kleine Pause und lassen Sie sich überraschen, was Ihnen so alles einfällt und auffällt. J

 

P.P.S.:

Lesen Sie in „bunt gewinnt“, Kapitel 9, mehr dazu,

·         wie Sie mit Ihrer Zeit noch achtsamer umgehen können,

·         wie Sie die Potenziale einer bewussten Zeitgestaltung entdecken,

·         welche Vorteile es bietet, Meister Ihrer Zeit zu werden,

 

·         und nicht zuletzt, wie Marathons, Zalando, Bill Jensen, Daimler-Benz und Scotch 3M damit zusammen hängen.