Henry Ford - Auslaufmodell und wie Sie gute Entscheidungen herbeiführen

Einen wunderschönen guten Tag! 

 

ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich Anforderungen an Entscheidungen genauso geändert haben wie viele Dinge in der Welt?

 

Henry Ford konnte noch einsam entscheiden. Notfalls darüber, in welcher Farbe seine Kunden seine Autos kaufen durften. Nämlich nur in schwarz. Trotz der mangelnden Auswahlmöglichkeit: Was niemand für möglich gehalten hätte, mündete in einem millionenfachen Verkaufserfolg ausschließlich schwarzer Autos. Zum Teil natürlich auch dem geschuldet, dass er der einzige war, der sie in erschwinglicher Preislage anbieten konnte.

 

Heute sieht es anders aus: Die Konkurrenzlage ist ohnegleichen, jeder möchte völlig auf individuell  zugeschnittene Produkte und Services. Fords damalige Entscheidungen wären heute nicht mehr von Erfolg gekrönt. Aus „wir bieten – du nimmst“ ist heute ein Dialog mit dem Kunden geworden.

 

Nicht nur ein vielfältiges Angebot - wir verfügen auch über nahezu unendlich viele Informationen – und wer könnte daher behaupten, er wisse wirklich alles? Bei dieser Vielfalt wird es also immer wichtiger, gut zu entscheiden! Und wie soll das gehen? Lieber in Einzelentscheidungen oder in Gruppenentscheidungen? Und welche Bestandteile haben gute Entscheidungen überhaupt?

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Im Buch Blink von Malcolm Gladwell erzählt er von General van Riper, der 2002 zum größten Militärmanöver der US-Streitkräfte hinzugezogen wurde. Auf der einen Seite van Riper, auf der anderen Seite ein Team aus Technokraten und Strategen, unterstützt von einem strategischen Computerprogramm, gefüttert mit 40.000 Daten. Quasi Erfahrung und Ideenreichtum contra Analyse und Controlling.

 

Wir setzen heute meist auf riesige Datenmengen und deren Analyse. Dass nun die Erfahrung einer Handvoll Menschen gegen ein solch gigantisches Computerprogramm gewinnen könnte, scheint deshalb fraglich. Wer wollte glauben, man könne das Übermaß an Analyse und Technik besiegen? General van Riper konnte. Er fügte dem „Gegner“ in der Simulation in kürzester Zeit vernichtende Verluste zu und gewann die Schlacht. Wie David, der gegen Goliath gewinnt. Solche erfolgreichen Davids sehen wir nicht nur in diesem Beispiel - immer öfter zeigt uns die jüngere Unternehmenswelt, dass klein groß überholen kann.

 

Also zählt nicht die Menge an Daten, nicht das dahinter stehende Kapital. Sondern es zählen die richtigen Entscheidungen, Klugheit und Mut.

 

Den Fragen perfekter Entscheidungen geht Kapitel 5 meines Buchs nach. Aspekte sind Schnelligkeit, Handeln oder Unterlassen, Mehrheits- contra Einzelentscheidungen, Schwarmentscheidungen und mehr. Auch hier spielen in jedem Fall die Strategie und nicht zuletzt die konstruktive Kommunikation eine entscheidende Rolle. 

 

Lassen Sie sich inspirieren und lesen Sie auch hier noch ein wenig weiter!
Ich wünsche Ihnen immer viel Erfolg und eine gute Strategie bei Ihren Entscheidungen.

Ihre

 

 

P.S.:

Hier der Tipp für Sie, wenn Sie bessere Entscheidungen und mehr Ideen brauchen: Vor wichtigen Entscheidungen sammeln Sie erst die Ideen der einzelnen Teilnehmer ein. Und stellen sie dann zur Diskussion. Am besten „blind“, das heißt ohne Namensnennung, was von wem stammt. Diese kleine Auswahl hilft schon, weniger gute Ideen im üblichen Kommunikationsverhalten zu verlieren.

 

P.P.S.:

Lesen Sie in „bunt gewinnt“, Kapitel 5, mehr dazu, 

- warum mehr Entscheidungsfreude, bessere und möglichst schnelle Entscheidungen erforderlich sind, um im modernen Wettbewerb Zukunft zu sichern,

·        Über die Komponenten guter Entscheidungen,

·         was gute Entscheidungen verhindert

·         und wie der Erfolgsschlüssel „gedanklicher Austausch“ bessere Entscheidungen, Ideen und Innovationen durch Diversity günstig beeinflusst. 

Außerdem dazu, wie der Bestsellerautor Malcolm Gladwell, der Psychologe Gerd Giegerenzer, Elfmeter, General van Riper, Richard Branson, IBM und Schwarmintelligenz damit zusammen hängen.