Spielen Sie gern Blindekuh oder

Immer mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt – aber immer weniger Geeignete? Und wie finden wir die Richtigen?

 

Die Schriftstellerin Anäis Nin meint: „Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind – wir sehen sie so, wie wir sind“. Und das stimmt, wie die Hirnforschung beweist. Wenn das so ist, wie gut kennen wir Menschen denn dann – nicht zuletzt uns selbst? Und ist es ein Vorurteil, dass wir Vorurteile haben?

 

Eine Auswertung von Bewerbungen zeigte Überraschendes: Stellen Sie sich vor, Sie suchen einen neuen Polizeichef. Und Ihnen ist Familienorientierung wichtig. Alle Kandidaten sollen auf diesen Aspekt hin bewertet werden. Nun, das scheint ja nicht so schwer zu sein, nicht wahr?

 

Oh doch, ist es: Trotz vorher festgelegter Kriterien waren die Entscheider unbewusst sehr wohl bereit, diese Kriterien bei jedem Kandidaten völlig flexibel auszulegen. Bei einem Mann wurde dieses Kriterium, also dass er keine Familie hatte, plötzlich gering gewichtet oder gar als nicht mehr wichtig angesehen. Hatte die Frau hingegen keine Familie, wurde ihr das negativ ausgelegt, das Kriterium war den Entscheidern also bei ihr wichtig.

 

Das berühmte Heidi-Howard-Experiment zeigt Gleiches: Studenten wurde die exakt gleiche Bewerbung vorgelegt, nur einmal mit dem Vornamen Howard, einmal mit Heidi. Die Studenten bewerteten die fachliche Eignung von Heidi und von Howard gleich, soweit gut.

Die persönliche Eignung beurteilten sie jedoch völlig unterschiedlich. Während der vermeintliche Howard für umgänglich und einen guten Chef gehalten wurde, wurde Heidi als unsympathisch, egoistisch und übermäßig aggressiv bezeichnet, kurzum als „eine Person, mit der man nicht zusammen arbeiten wolle“.

 

Identisch bis auf den Vornamen – und Welten in der Beurteilung!

Fallen darauf nur die Anderen herein? Das hätten wir gern, aber es ist eben unsere Welt, die unsere Ansichten prägt, und das meist unbewusst. Doch dagegen lässt sich etwas tun. Der Tipp für Sie: Investieren Sie darin, wie typisches Denken funktioniert, machen Sie Denkfehler bewusst, erarbeiten Sie, in welchen Situationen diese Denkfehler für Ihr Unternehmen besonders kritisch sein könnten und klären Sie die Auswirkungen. Ich unterstütze Sie gern.

Ihre Beate Hackmann

 

P.S.:

Schwerpunkt meiner Führungskräfte-Coachings und –Trainings sind Menschentypen. Im Training „Farben der Persönlichkeit“ erfahren die Teilnehmer spielerisch und einprägsam, damit der Transfer in den Alltag mühelos gelingt, wie sie erfolgreicher mit Anderen umgehen können. Ergänzende Trainings zu Emotionaler Intelligenz und zielführender Kommunikation können dies abrunden. In der Begleitung vor allem für neue Führungskräfte erhalten Sie direkt Feedback und Mittel zu höherer Wirksamkeit, außerdem Hilfsmittel im Umgang mit Denkfehlern, Vorurteilen und Vorbehalten.

 

P.P.S.:

Fragen Sie mich gern, auch für kostenlose Probecoachings. Mein erstes Training bezahlen Sie nur, wenn es Ihnen gefallen hat.

 

P.P.P.S.:
Lesen Sie in meinem Buch „bunt gewinnt“, Kapitel 4, mehr dazu,

·         dass schlechte Führung eher die Regel als die Ausnahme ist und wieso,

·         dass ein guter Führungsstil allein gar nichts nützt und

·         was Elemente besserer Führung sind

 

·         und was Sheryl Sandberg von facebook, die Münchner Philharmoniker, der Film „Planet der Affen“ und Eisenbahner sowie die Drogeriemarktkette dm mit Diversity zu tun haben.