Was Liebe, der Turmbau zu Babel und gute Zusammenarbeit miteinander zu tun haben

Herzlich willkommen,

 

„Wir arbeiten mit den technologischen Prozessen des 21. Jahrhunderts, den Managementprozessen des 20. Jahrhunderts und den Führungsgrundsätzen des 19. Jahrhunderts“ sagt Gary Hamel, amerikanischer Ökonom. Was sagt Ihre Erfahrung dazu?

 

Der eine mag die Beschäftigung mit Heterogenität – der Andere reagiert nahezu allergisch darauf. Dabei liegt ein nicht zu übertreffender Erfolgsfaktor darin. Doch heute noch ist Ihre Arbeit sicher nicht einfach – meinen vollen Respekt dafür! Auch das ist ein Aspekt von Führung.

John Mordechai Gottman, ein US-amerikanischer Psychologe und Professor für Psychologie an der University of Washington, widmet sein Leben Beziehungsfragen, insbesondere Machtfragen. Und er erkannte als ein Fazit seiner Arbeiten, dass ein Partner, der nicht bereit ist, die Macht zu teilen, die Beziehung mit 81-prozentiger Wahrscheinlichkeit selbst zerstören wird.

 

Es geht dabei ausschließlich um die Art des Umgangs miteinander. Die „apokalyptischen Reiter“ dabei sind: Kritik, ständige Abwehrhaltung, Ausweichtaktiken und Geringschätzung. 80 Prozent der Beziehungen, in denen diese Emotionen und Strategien auftauchen, scheitern also.

Warum sollte das, was Gottman vor allem auf private Beziehungen anwendet, im Berufsleben nicht gelten? Die allbekannten Gallup-Studien zeigen zumindest, dass Arbeitnehmern häufig die Wertschätzung fehlt. Denn der Wunsch nach Bedeutung, nach Sinn, das Gefühlsleben hören ja nicht beim Betreten eines Unternehmens auf.

 

Die Folgekosten schlechter Führung sind gewaltig. Entgangene Gewinne, geminderte Denkfähigkeit, schlechte Gesundheit sind nur einige davon.

Die Auswahl der „richtigen“ Chefs in all ihrer Verschiedenheit hat eine gemeinsame Grundlage: Sie oder er müssen in der Lage sein, gut zu kommunizieren. Das Expertenwissen rückt immer mehr in den Hintergrund. Und das bedeutet, sich auf verschiedene Menschentypen einstellen zu können. Ansonsten gibt das Unternehmen das Bild des Turmbaus zu Babel ab: Die Menschen müssen ihr Projekt wegen unüberwindlicher Schwierigkeiten in der Verständigung aufgeben. Die Mitarbeitenden verstreuen sich daraufhin über die ganze Erde. Im Unternehmensalltag geht das unmerklich und weniger dramatisch - aber im Ergebnis leider oft genauso – es gibt viele Worte, aber wenig Verständnis als Grundlage dauerhafter und guter Zusammenarbeit, als Magnet für neue Potenziale.

 

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Kommunikation ohne apokalyptische Reiter, viele gute Führungskräfte und einen stetig steigenden Gewinn für Mensch und Unternehmen.

Ihre
Beate Hackmann

 

P.S.:

Lesen Sie in „bunt gewinnt“, Kapitel 3, mehr dazu,

·         dass schlechte Führung eher die Regel als die Ausnahme ist und wieso,

·         dass ein guter Führungsstil allein gar nichts nützt , 

·         was Elemente besserer Führung sind

·         und was die Haufe-Gruppe, Praemandatum und die Universität Hohenheim mit Diversity zu tun haben.

 

P.P.S.:

 

Mein Führungskräfte-Coaching und –Trainingsschwerpunkt ist gute Kommunikation vor allem im Hinblick auf verschiedene Menschentypen. Im Training „Gewinnbringende Kommunikation“ erfahren die Teilnehmer unterhaltsam und einprägsam für den Alltag, wie sie besser ausdrücken, was Andere bewegen soll. In der praktischen Begleitung vor allem für neue Führungskräfte erhalten Sie direkt Feedback und Mittel zu höherer Wirksamkeit. Fragen Sie mich gern, auch für Probecoachings. Mein erstes Training bezahlen Sie nur, wenn es Ihnen gefallen hat.